dNBb® Projekte
|
|
Vergesellschaftung >>> Fischbiologie
Bevor mit dem Fischbesatz begonnen wird, vorab erst mal ein bisschen Biologie, damit man es später bei der Auswahl etwas leichter hat.
Die wichtigsten äußeren Merkmale eines Fisches

Die Flossen und die Körperform sind eigentlich die wichtigsten Haupterkennungsmerkmale für den Laien. Manche Geschlechter lassen sich nur an der Höhe, der Länge, der Breite, der Färbung ob spitz oder rund unterscheiden.
Bei der Körperform kann man schon Rückschlüsse ziehen, ob das eigene Becken geeignet für die jeweilige Fischart ist. So lässt zb. ein schlanker, dünner Fischkörper darauf schließen, dass in dem Becken viele kleine Spalten, in Form von Dekoration (Höhlen) da sein sollte, worin er sich verstecken kann. Ein weiterer Indikator für die Vergesellschaftung ist die Form des Maules, auf die ich weiter unten zu sprechen komme.
Die Augen sind bei den meisten Fischen seitlich am Kopf, dadurch hat er einen anderen Blickwinkel wie wir Menschen. Fischaugen sind starr, hart und kugelig und somit bestens geeignet auf kurze Distanz scharf sehen zu können ( nur der Vollständigkeit halber, es gibt Fische mit 4 Augen, Fische die ihre Augen doch bewegen können und blinde Fische).
Fische besitzen einen Geruchs – und Geschmackssinn, der innerhalb des Kopfes liegt. Durch die Nasenöffnungen wird Wasser eingesogen und die dahinter liegenden Nerven, nehmen es als Geruch oder Geschmack war. Diese Sinnesbahnen können aber auch direkt am Maul sitzen, an den Barteln oder sogar über den Fischkörper verteilt sein.
Die Seitenlinie beinhaltet einige Sinneszellen. Mit ihr fangen die Fische Druckwellen und Vibrationen ein und reagieren sehr empfindlich darauf. Nun wird auch klar, warum man in einem Aqua eine Dekoration an den Seitenwänden und der Rückfront haben sollte. Die Fische erfühlen mit ihren Seitenlinien das hier eine Begrenzung ist...sie fühlen sich einfach wohler. Hätte man nur eine „nackte“ Glasscheibe, wären die Druckwellen nicht so deutlich und der Fisch wäre verwirrt, weil er ja eine Begrenzung spürt, aber mit seinem Auge sieht er sie nicht. Dies liefert jetzt auch eine Erklärung, warum die Goldfische in einem runden Glas regelrecht durchdrehen und letztendlich daran sterben.
Die Schuppen dienen dem Fisch zum Schutz vor Fremdkörpern und Infektionen. Sie ist mit einer schützenden Schleimschicht überzogen. Fehlt mal eine Schuppe, ist das nicht weiter schlimm, da sie nachwächst; man sollte aber diesen Fisch verstärkt beobachten, da er an dieser Stelle nun sehr anfällig für Infektionen ist.
Die inneren Organe
Die Verdauung des Fisches ist folgendermaßen:
Er nimmt die Nahrung mit seinem Maul auf, dieses gelangt dann in den Magen, wo sie mit Magensäften zu einem Brei umgesetzt wird. In dem nun folgenden Verdauungsprozeß, der abhängig ist von Temperatur und dem gereichten Futter, werden die Nährstoffe die er benötigt, also Eiweiße, Fette etc. so zerlegt, dass sie durch die Darmwand absorbiert und in den Blutkreislauf gelangen können. Der Darm bei Fleischfressern ist kurz, im Gegensatz zu den Pflanzenfressern. Die Abfallstoffe dieses Verdauungsprozesses werden durch den After wieder ausgeschieden.
Die Schwimmblase ist wohl am interessantesten für den Aquarianer. Mit ihr kann der Fisch auf – bzw. abwärtsschwimmen und stillstehen. Durch Zu- und Abnahme des in ihr vorhanden Gases, kann sie dem Fisch das gleiche Gewicht verleihen wie das von ihm verdrängte Wasser.
Wenn also der Fisch durch verschiedene Wassertiefen schwimmt, ist er natürlich unterschiedlichem Wasserdruck ausgeliefert. Die Schwimmblase gleicht automatisch ihre Gasmenge an, so dass der Fisch sich mühelos bewegen kann. Bei Erkrankung der Schwimmblase, kann sich ein Fisch nicht mehr vom Boden erheben, da kein Gasautausch mehr stattfindet. Diese Fische sollte man erlösen, da es keine Heilung gibt.
Das Skelett
Das Maul
An der Beschaffenheit des Maules kann man schon sehen, welche Nahrung die Fische zu sich
nehmen.

Wie es mit der Nahrungsaufnahme der unterschiedlichen Maulformen aussieht, kann man in dem Kapitel "Fütterung der Fische" nachlesen.
|
erstellt 04.01.2007 von coeur | überarbeitet am 04.01.2007 von ID: 49 | SID: 5000-0
|
|
dNBb® Projekte
|
|